Was ist eine Sicherungskarte?
Die Sicherungskarte (auch Sicherheitskarte, Codekarte oder Berechtigungskarte) gehört zu einer Schließanlage mit geschütztem Schlüsselprofil. Sie trägt die Anlagennummer und berechtigt den Inhaber, Nachschlüssel und Zylinder für diese Anlage beim Hersteller oder Fachhandel zu bestellen.
Ohne Karte fertigt ein Fachhändler bei geschützten Anlagen keine Nachschlüssel. Das ist der eigentliche Schutz: Wer nur einen Schlüssel in der Hand hat, kann ihn nicht einfach nachmachen lassen.
Was steht in einem Schließplan?
Der Schließplan ist eine Tabelle: In den Zeilen stehen die Schlüssel oder Schlüsselgruppen, in den Spalten die Türen mit ihren Zylindern. Ein Kreuz bedeutet, dass der Schlüssel diesen Zylinder schließt. Dazu kommen Angaben zu jedem Zylinder: Bauart, Länge außen und innen, Sonderfunktionen und Position im Gebäude.
- Generalhauptschlüssel (GHS): schließt alle Zylinder der Anlage
- Hauptschlüssel (HS): schließt eine Gruppe, etwa alle Allgemeintüren
- Einzelschlüssel: schließt die eigene Wohnung und die Gemeinschaftstüren (Zentralschlossanlage)
Wo bekomme ich eine Kopie meines Schließplans?
Beim Hersteller der Anlage. Hersteller wie DOM, BKS, KESO oder IKON führen zu registrierten Anlagen den Schließplan. Gegen Vorlage der Sicherungskarte und den Nachweis der Berechtigung geben sie eine Kopie heraus, meist als Excel-Datei, manchmal als PDF.
Den Antrag stellt in der Regel der Fachhändler, über den die Anlage bezogen wurde, oder ein Fachhändler mit Vollmacht des Karteninhabers.
Wer darf den Schließplan anfordern?
Der Inhaber der Sicherungskarte, also meist der Eigentümer oder die Eigentümergemeinschaft, oder wer von ihm bevollmächtigt ist. Verwaltet eine Hausverwaltung die Anlage, braucht sie für die Anforderung eine schriftliche Vollmacht des Karteninhabers.
Eine Vollmacht sollte genau auf den Zweck begrenzt sein: Anforderung und Erfassung des Schließplans, ausdrücklich keine Bestellung von Schlüsseln oder Zylindern.
Wie läuft die Anforderung ab?
- Sicherungskarte fotografieren oder scannen (Vorder- und Rückseite, Anlagennummer gut lesbar).
- Der Karteninhaber unterschreibt die Vollmacht für den Fachhändler.
- Der Fachhändler fordert den Plan mit Kartenkopie und Vollmacht beim Hersteller an.
- Der Plan kommt zurück und wird in die Schlüsselverwaltung übernommen: Türen, Zylinder, Schlüsselgruppen und Schließberechtigungen.
Die Originalkarte bleibt dabei beim Inhaber. Sie wird erst wieder gebraucht, wenn Schlüssel oder Zylinder bestellt werden.
Was tun, wenn die Sicherungskarte verloren ist?
Dann führt der Weg ebenfalls über den Hersteller. Er stellt nach einer Prüfung der Berechtigung, etwa durch Eigentumsnachweis, eine Ersatzkarte aus. Der genaue Ablauf und die Kosten unterscheiden sich je nach Hersteller. Bis dahin sollte die Kartennummer, falls bekannt, an einem sicheren Ort notiert sein.
So hilft Key-Task
In Key-Task fotografieren Sie die Sicherungskarte direkt in der App. Der Karteninhaber unterschreibt die Vollmacht auf seinem Handy, wir fordern den Schließplan beim Hersteller an und erfassen die Anlage für Sie. Den Stand sehen Sie in vier Schritten. Die Vollmacht gibt es als PDF mit Kartenkopie.